Alltagskompetenzwoche der 5. Klassen - Lernen außerhalb des Klassenzimmers

19.05.2026

Wie fühlt sich eigentlich eine Wiese an, wenn man sie einmal nicht nur betrachtet, sondern ganz bewusst entdeckt? Welche Tiere leben am Wasser? Und warum landet eigentlich noch so viel gutes Essen im Müll?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die drei fünften Klassen des Gymnasiums Immenstadt im Rahmen der Alltagskompetenzwoche am 19. und 20. Mai 2026. An zwei Projekttagen konnten die Schülerinnen und Schüler Natur, Nachhaltigkeit und Umweltbildung ganz praktisch erleben.

Ein Teil des Programms führte die Klassen an den Alpsee zum Naturparkzentrum Nagelfluhkette. Dort stand das Thema „Wiese“ im Mittelpunkt. Die Kinder erkundeten Pflanzen und Lebensräume, beobachteten genauer, was auf den ersten Blick oft selbstverständlich wirkt, und lernten die heimische Natur einmal außerhalb des Unterrichts kennen. Statt Arbeitsblättern standen dabei vor allem eigenes Entdecken, Beobachten und gemeinsames Ausprobieren im Vordergrund.

Am zweiten Projekttag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) in Sonthofen mit dem Lebensraum Wasser. Dabei spielte auch der Biber als „Landschaftsgestalter“ eine Rolle: Die Kinder erfuhren, wie stark Tiere Lebensräume verändern und prägen können und warum Gewässer wichtige Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere sind. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung. Mitarbeitende von Foodsharing kamen mit den Klassen ins Gespräch und machten deutlich, wie viele Lebensmittel täglich weggeworfen werden, obwohl sie noch problemlos genießbar sind. Besonders eindrücklich war für viele Schülerinnen und Schüler, dass am Ende sogar Lebensmittel verteilt wurden, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten war — und die trotzdem noch einwandfrei waren.

Die beiden Projekttage zeigten eindrucksvoll, wie Lernen außerhalb des Klassenzimmers gelingen kann: mit Bewegung, eigenen Erfahrungen, vielen Gesprächen und der Möglichkeit, Natur und Nachhaltigkeit unmittelbar zu erleben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Alltagskompetenzen oft genau dort entstehen, wo Kinder selbst entdecken, ausprobieren und Fragen stellen dürfen.