„Wir sind eine Fairtrade-Schule“

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„Wir sind eine Fairtrade-Schule“

Die Fairtrade-Stadt Immenstadt sponsert faire Sportbälle 

Eine prächtige Stimmung herrschte beim Schulfest am Gymnasium Immenstadt in der letzten Schulwoche vor den Ferien. Tauziehwettbewerbe mit den Partnerfirmen der Schule, ein Fußballturnier sowie ein buntes Rahmenprogramm mit Flohmarkt und Essensständen boten den TeilnehmerInnen und BesucherInnen vielfältige Aktivitäten.

Ein Höhepunkt des Schulfestes war die Übergabe von fünf Fairtrade-Bällen an das Gymnasium durch den 2. Bürgermeister der Stadt Immenstadt, Herrn Siegfried Zengerle. In seiner Ansprache betonte Herr Zengerle die Bedeutung des Engagements der Schule für den fairen Handel und für nachhaltige Entwicklung. ­

Die Fairtrade-Bälle waren für das Fußballturnier sowie für das Projekt „Bewegte Pause“ bestimmt, das durch die SMV (Schülermitverantwortung) des Fairtrade- Gymnasium Immenstadt ins Leben gerufen wurde. Ziel der „Bewegten Pause“ ist es, den SchülerInnen verschiedene Spiel – und Sportgeräte zur Verfügung zu stellen, um sie dazu zu animieren, die Pausenzeiten aktiv zu gestalten. Außerdem wurden der Schule Fairtrade-Bälle von Frau Christine Arnold, Geschäftsführerin der Weltläden Oberallgäu, überreicht. Diese hatte die Klasse 8b in einem Fairtrade – Quiz gewonnen.

Am Tag vor dem Schulfest fand eine Informationsveranstaltung am Gymnasium Immenstadt zum Thema „Faire Ballproduktion in Pakistan“ statt, welche von der Fairtrade- Steuerungsgruppe der Stadt Immenstadt, vom Weltladen Immenstadt und vom Fairtrade -Team des Gymnasium Immenstadt gemeinsam organisiert wurde. Robert Weber, Gründer der Fairtrade-Firma Bad Boyz aus Nürnberg, gab einen Einblick in die oft menschenunwürdigen Lebens- und Arbeits­bedingungen in der pakistanischen Stadt Sialkot, der „Welthauptstadt der Fußballproduktion“, in der sein Unternehmen Fairtrade-Bälle produzieren lässt. Er stellte die Grundprinzipien der Fairtrade-Ballproduktion vor, zu denen z.B. garantierte Mindestlöhne, Sicherheitsstandards, Verbot von Kinderarbeit und einer Fairtrade-Prämie zur Realisierung von sozialen Projekten gehören.

Der Vortrag machte deutlich, warum es wichtig ist, sich in einer globalisierten Welt für mehr Gerechtigkeit, fairen Handel und nachhaltigen Konsum einzusetzen und auch beim Sport auf „Fairplay“ nicht nur im Spiel, sondern auch bei der Wahl der Sportgeräte zu achten.

Hiltrud Hehl-MacLeod