Projekttage

Projekttage

Lernen – nicht nur für die Schule, sondern für das Leben

Unterricht und Lernziele sind das eine, die Anforderungen des Lebens das andere. Schule heute muss beides zusammenbringen, junge Menschen fit machen für einen möglichst guten Schulabschluss, genauso aber auch für das Leben mit seinen vielfältigen Herausforderungen. Das Gymnasium Immenstadt versucht diesem Anliegen mit thematischen Projekten gerecht zu werden. Externe Referenten und Lehrkräfte der Schule gestalten hier gemeinsam Angebote zu Themen, die bei einem Projekttag zeitlich viel tiefgehender behandelt werden können als im normalen Schulalltag.

Im Juni 2018 fand ein derartiger Projekttag statt, bei dem das Angebot in der Unterstufe über Fake News, soziale Medien und Cybermobbing bis hin zum Medienführerschein und der Gesundheitserziehung reichte. In den Jahrgangsstufen 8 und 10 standen Alkoholprävention, Entspannung und Berufsfindung genauso im Fokus wie die Themen Integration und Globalisierung. Ein Workshop der 9. Jahrgangsstufe galt der Loverboy-Masche, die es auch im Allgäu gibt. Hier versuchen Männer mit Zeit, Geld und viel Verständnis ein Liebesverhältnis zu jungen Mädchen aufzubauen. Ziel ist, diese von sich abhängig zu machen und dann für sich arbeiten zu lassen – bis hin zur Prostitution. Kontakte erfolgen oft über soziale Medien oder das Internet.

Dass solche Projekttage sehr gut ankommen, machen die folgenden Rückmeldungen aus der 6. Jahrgangsstufe zum Thema „Gesunde Ernährung“ deutlich. Die Feedbackbögen der Schüler enthielten Kommentare wie „lehrreich“, „spannend“ oder „ein tolles Quiz“. Nur einer schrieb zum Modul: „Das Gleiche höre ich jeden Tag von meiner Mama!“

Ein besonderes Angebot war auch der ADAC-Parcours „Mobil mit Köpfchen“ für die 10. Jahrgangsstufe. Bald machen hier die Ersten den Führerschein. Wie viel verbraucht ein Auto, wenn man mit Vollgas und quietschenden Reifen losfährt, gegenüber einem normalen Startvorgang? Ab welcher Musiklautstärke höre ich im Auto ein Martinshorn nicht mehr? Oder was für Gefahren birgt das Benutzen des Smartphones im Auto?

Anschauliche und praxisnahe Beispiele und Versuche lieferten die Antworten. Wie stark aggressives Fahren Emissionen und Geräusche nach oben treibt, konnten die Schüler selbst hautnah auf einer abgesperrten Teststrecke des Schulparkplatzes erleben. Mithilfe eines Schallpegelmessgeräts wurden die verschiedenen Fahrstile und deren Lärmentwicklung analysiert. Lässt man den Motor im Leerlauf laufen, hat man nach einer Minute einen Luftballon voller Abgase, bei 3000 Umdrehungen hat er das dreifache Volumen. Beeindruckt hat auch der Lautstärketest im Auto. Bei lauter Musik werden akustische Signale wie beispielsweise ein Martinshorn eben nicht mehr wahrgenommen. Und wenn man durch das Telefonieren mit dem Smartphone abgelenkt ist, leidet die Konzentration auf den Straßenverkehr ganz erheblich. Die Schüler lernten damit die Zusammenhänge von Mobilität und Umweltsschutz kennen und wurden sensibilisiert für die Sicherheit und das Umweltbewusstsein im heutigen Straßenverkehr.