Inklusion

Inklusion

Jeder Mensch gehört dazu

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben. Im Bildungsbereich haben Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung uneingeschränkten Zugang zum allgemeinen Bildungssystem. Sie können gemeinsam auf eine in jeder Hinsicht barrierefreie Schule gehen und erhalten dort die für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse notwendige Unterstützung. Mit dem „Schulprofil Inklusion“ möchten wir dem Gedanken der Inklusion Rechnung tragen. Wir erleben die Teilhabe aller in Schule, Beruf und Alltag als einen bunten und bereichernden Prozess. Für das Gelingen sind Zeit, Geld, professionelle Strukturen, aber auch viel Verständnis füreinander, Rücksicht und ein langer Atem nötig. Was aber bedeutet das konkret an unserer Schule?

Die Beschulung von gymnasial geeigneten Schülerinnen / Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Seit seiner Gründung im Jahr 1977 hat das Gymnasium Immenstadt in der individuellen Betreuung und Begleitung einer Vielzahl von Schülern aus dem o.g. Bereich gute und gewinnbringende Erfahrungen gesammelt. Als Beispiele können angeführt werden: Schülerinnen und Schüler (im Folgenden der sprachlichen Vereinfachung „Schüler“ genannt) mit körperlichen Einschränkungen im Bereich der Motorik, des Hörens und/oder Sehens, aber auch mit Beeinträchtigungen aufgrund chronischer Erkrankungen wie Epilepsie oder Diabetes. Inzwischen haben wir es mit einer stark wachsenden Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen im emotional – sozialen Bereich und im großen Spektrum der Autismusformen zu tun. Wir arbeiten dabei eng mit dem „Mobilen Sonderpädagogischen Dienst“ (MSD) zusammen. Viele Schüler aus dem o.g. Bereich haben unsere Schule erfolgreich mit dem Abitur absolviert. Wenn dies ihre Schullaufbahn nicht zuließ, haben wir alles darangesetzt, geeignete Anschlusswege aufzuzeigen, damit der weitere Schul- und Lebensweg gut fortgesetzt werden kann.

Die Partnerklasse

Seit 2016 widmen wir uns in besonderer Weise einer weiteren Form der Inklusion. Zusammen mit der Tom-Mutters-Schule in Kempten (TMS) haben wir ein Inklusionsprojekt begonnen, das nachhaltig wirken und fortdauern soll. Der grundlegende Gedanke der neu eingerichteten Partnerklasse (PK) ist, dass alle Schüler im Schulzentrum lernen miteinander zu leben, zu lernen, zu arbeiten, zu spielen und zu feiern – ganz im Sinne des inklusiven Gedankens. Grundsätzlich gibt diese Form der Zusammenarbeit den Schülern des Schulzentrums und den Schülern der Tom-Mutters-Schule die Möglichkeit, einander besser kennenzulernen, Vorurteilen zu begegnen und einen aktiven Beitrag zur Integration behinderter junger Menschen in unsere Gesellschaft zu leisten. Dasselbe gilt natürlich auch für Lehrkräfte und Eltern. Das Motto lautet: So viel zusammen wie möglich und so viel getrennt wie nötig! Viele Schüler aus dem o.g. Bereich haben unsere Schule erfolgreich mit dem Abitur absolviert. Wenn dies ihre Schullaufbahn nicht zuließ, haben wir alles darangesetzt, geeignete Anschlusswege aufzuzeigen, damit der weitere Schul- und Lebensweg gut fortgesetzt werden kann.

Grundbedingungen gelebter Inklusion

  • Das Gymnasium Immenstadt bietet eine familiäre Atmosphäre.
  • Die Zusammenarbeit mit der im Hause befindlichen Knabenrealschule ist optimal.
  • Das Schulzentrum und die Sporthallen/-anlagen (Hallenbad) sind barrierefrei.
  • Die „Inklusion“ ist fest in der Schulgemeinschaft verankert.
  • Gute Unterstützung durch die Schulsozialarbeit und der Stadt Immenstadt.
  • Enge Zusammenarbeit mit Fachärzten, mit psychologischen Beratungsstellen, dem MSD und anderen unterstützenden Einrichtungen.

Das Motto lautet: So viel zusammen wie möglich und so viel getrennt wie nötig! Viele Schüler aus dem o.g. Bereich haben unsere Schule erfolgreich mit dem Abitur absolviert. Wenn dies ihre Schullaufbahn nicht zuließ, haben wir alles darangesetzt, geeignete Anschlusswege aufzuzeigen, damit der weitere Schul- und Lebensweg gut fortgesetzt werden kann.

Gelebte Inklusion durch gemeinsames Lernen

Die Schülerinnen und Schüler der Partnerklasse der Tom-Mutters-Schule (Privates Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) sind schon seit 2016 am Schulzentrum Immenstadt. Die Klasse 6a des Gymnasiums war der Partnerklasse im Schuljahr 2017 / 2018 als „Patenklasse“ zugeordnet. Diese Patenschaft begann bereits im Herbst mit einem improvisierten Wandertag. Die geplanten gemeinsamen Sportspiele mussten aufgrund des Wetters aber „indoor“ stattfinden. Das tat der Freude am Spiel und am gegenseitigen Kennenlernen keinen Abbruch. Während des gesamten Schuljahres trafen sich die Schülerinnen und Schüler beider Klassen einmal wöchentlich zum Englischunterricht. In Kleingruppen erarbeiteten, lernten und lehrten sie vorgegebene Themenbereiche. Eifrig wurden gemeinsame Präsentationen vorbereitet, Rätsel gelöst oder man ging mit den Wörterbüchern auf Vokabelsuche. Für alle Beteiligten war diese Kooperation ein großartiges Erlebnis und Lernfeld.