Neujahrsempfang im Schulzentrum Immenstadt

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Neujahrsempfang im Schulzentrum Immenstadt

Generation Z – der Neujahrsempfang des Schulzentrums

„Die Jugend widerspricht gerne, sie hat schlechte Manieren und tyrannisiert ihre Lehrkräfte“, meinte der griechische Philosoph Sokrates vor über 2000 Jahren. Was bewegt Jugend heute? Mit der Generation Z, den zwischen 2000 und 2015 Geborenen, und ihren Bedürfnissen setzte sich der Jugendforscher Simon Schnetzer im Rahmen des Neujahrsempfanges auseinander.

Die Jugend hat sich nicht groß verändert, „ihre Bedürfnisse sind zeitlos“, sagte er. Familie und Bindung, Sicherheit und die Entwicklung des Selbstwertgefühls spielen auch heute eine entscheidende Rolle beim Erwachsenwerden. Die Welt heute aber ist eine grundlegend andere: Sie ist global und digital – ein großes Dorf mit totaler Vernetzung! Angesichts des Internets und der sozialen Medien mit ihren uferlosen Möglichkeiten und Angeboten tut sich Jugend „heute schwerer als damals“. So werden Entscheidungen viel unverbindlicher getroffen, was auch den Bereich der sozialen Beziehungen betrifft. Am Beispiel von Datingportalen und –apps machte Schnetzer dies anschaulich. Klappt es mit der Einen oder dem Einen nicht, habe ich ja noch genügend andere Auswahl. Vielleicht sind den Jugendlichen gerade deshalb Familie und Heimat so wichtig als verlässliche Konstanten im digitalen Überangebot. Dies ergab eine Umfrage am Schulzentrum.

Wie muss Schule angesichts dieser Tatsachen aussehen, um Jugendliche mitzunehmen? Seine Antwort: Den Schülern Aufmerksamkeit schenken, ihre Bedürfnisse berücksichtigen und ihnen Anerkennung in Form von schnellem, adäquatem Feedback geben. Genau so funktionieren die Chats. Dort bekommt man sofort Rückmeldungen, wird „geliked“ oder nicht. Geschieht das nicht, sind Jugendliche schnell frustriert.

Fazit: Die Generation Z ist die erste, die umfassend vom digitalen Zeitgeist geprägt ist und mit Internet, Smartphone und sozialen Medien groß wurde und wird.

Interessant waren die Rückmeldungen der Jugendlichen im Publikum, die sich nicht zu 100 Prozent im Gesagten wiederfanden.

Die Schülersprecherin Anna Ettensperger (9a) wehrte sich dagegen, ständig in ein Klischee hineingezwängt zu werden. Sie hat erst seit kurzem ein Smartphone. Schülersprecher Ruben Schaffner (9b) kann mit „Likes“ und Followern“ wenig anfangen, war auf der anderen Seite aber überrascht, als eine App ihm anzeigte, wieviel er tatsächlich am Handy ist. Und Anton Pfister aus der 7a stellte fest: „Wer kein Handy hat, wird schnell zum Außenseiter, doch bei uns wird deswegen niemand ausgegrenzt.“

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