Das Immenstädter Gymnasium blüht auf – Geschichte einer Idee

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Das Immenstädter Gymnasium blüht auf – Geschichte einer Idee

Schon länger hatte ich den Wunsch, ein Umweltprojekt an unserer Schule auf die Beine zu stellen. Mir fiel aber einfach keine umsetzbare Idee ein. Mein Vater brachte mich dann darauf: „Warum legst du nicht eine Bienenwiese an?“, meinte er. Gesagt – getan, denn vor nicht allzu langer Zeit hatte schließlich auch das Volksbegehren Rettet die Bienen Erfolg und seitdem sind überall im Handel Samenpäckchen für Wildblumenwiesen erhältlich.
Das Projekt startete mitten im Lock down Anfang April. Zunächst organsierte ich Unterstützung Danke an dieser Stelle allen meinen Schulkameraden und Schulkameradinnen der Q 12, die ihre Mithilfe anboten, ohne eigentlich zu wissen, was sie erwarten würde. Mit einem kleinen Team legten wir mit der Planung los. Schulleiter Michael Renner stärkte begeistert das Vorhaben und auch unser Hausmeister Ralph Gaigl war schnell überzeugt. Schließlich musste er bei seinen Mäharbeiten in Zukunft auf die Wiese Rücksicht nehmen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er einwilligte. Mitte Juni kam dann das Einverständnis auch von Seiten der Stadt und wir legten am 23. Juni wirklich los. Die Blumenwiese im Eingangsbereich zum Gymnasium sollte Wirklichkeit werden. Marian Dietl von der Stadtgärtnerei rückte mit dem Bagger und einem LKW voll Kies an. An einem Nachmittag schafften wir den Boden abzutragen und mit Kies und Kompost einen geeigneten Nährboden aufzuschütten, um schlussendlich das Saatgut auszuwerfen. Zum Abschluss brachten wir noch selbstgestaltete Plakate an der kleinen Umzäunung an, die unser Projekt erklärten.

Ich bin stolz auf dieses Projekt, vor allem, weil ich beobachten durfte, wie Woche für Woche aus einer Kiesfläche Leben erwächst. Doch ohne die Hilfe und Förderung von vielen Seiten wäre all dies nicht möglich gewesen. Bedanken möchte ich mich bei Bürgermeister Nico Sentner und Schulleiter Michael Renner für ihre Unterstützung und Begeisterung. Auch dem Förderverein gilt für die Finanzierung mein Dank, sowie Herrn Schmid und Herrn Dietl von der Stadtgärtnerei, die sowohl bei der Organisation als auch bei der Umsetzung mithalfen. Vergessen werden darf nicht Herr Würfel von Cubus Gartenbau, der das Saatgut stiftete und so erst diese bunte Pracht ermöglichte. Ich hoffe, dass unsere Wiese von der nächsten Generation Schülern und Lehrkräften gepflegt und erhalten wird, sodass sich unser Gymnasium auch in Zukunft ganz „blühend“ präsentieren kann. Deshalb danke ich auch meinem Biologielehrer Markus Kubatschka, der sich zur weiteren Betreuung der Wiese bereit erklärte. Natürlich sage ich auch meinem Vater Christian Plappert Danke, nicht nur für die Idee, sondern auch für die Hilfe bei der Kontaktknüpfung.

Damit ist unser Ziel hoffentlich erreicht, für Bienen und andere Insekten eine Nahrungsquelle und einen Rückzugsort zu bieten und vielleicht so dafür zu sorgen, dass diese Arten ein Teil unseres Reichtums bleiben. Ich weiß, das hier ist nur eine winzige Veränderung in einer gigantischen Welt, aber sie ist alle ihre Mühen wert gewesen. Denn wenn jeder einen noch so kleinen Schritt macht, können wir gemeinsam etwas Großes bewegen. Wir können und müssen unsere Natur schützen, um ihre Wunder zu erhalten, die schlussendlich uns selbst am Leben erhalten.
(Helena Plappert, Q12)