Projekttag der 10. Klassen des Gymnasiums Immenstadt zum Thema: Wie gehen wir mit der Dritten / Vierten Welt um?
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Der Begriff „Dritte Welt“ gilt bei vielen Befürwortern eines fairen Umgangs der Industrieländer mit armen und wenig industrialisierten Ländern als abwertend, geht er doch davon aus, dass es eine „Alte Welt“ (Europa), eine „Neue Welt“ (Amerika) und eben den Rest, die „Dritte Welt gibt. Für die am wenigsten nach unseren europäischen Vorstellungen entwickelten Länder existiert sogar der Begriff „Vierte Welt“, sozusagen der Rest vom Rest. Ausgangspunkt dieser Terminologie ist dabei immer Europa und die europäische Sicht der Dinge. Inzwischen scheint es einen Bewusstseinswandel zu geben. So nennen sich z.B. die einstigen „Dritte-Welt-Läden“ heute „Eine-Welt-Läden“.
Der Projekttag stellte trotzdem die Frage: „Wie gehen wir mit der Dritten / Vierten Welt um?“ Diese Formulierung sollte den Fokus v.a. auf unseren Umgang mit den ärmsten Ländern richten und die Schüler(innen) anregen, gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Lehrkräften (selbst)kritisch darüber nachzudenken, inwieweit wir die ärmsten Länder immer noch als „Dritte/Vierte Welt“ behandeln.
Der Projekttag fand am 12. Juli 2012 statt. Er war fachübergreifend organisiert. Lehrkräfte von 10 verschiedenen Fächern boten folgende Beiträge an:
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(Musik – Glinka) |
The lion sleeps tonight |
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(Erfahrungsbericht – Grossmann) |
Haiti aus erster Hand - „Dritte Welt“? |
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(Englisch – Macleod) |
Water / education in Senegal |
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(Physik – Pfrenger) |
Energie (Desertec) |
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(Sozialkunde – Styra) |
Wem nützen internationale Investitionen? |
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(Geographie - Dr. Treutwein) |
Eine Weltläden |
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(Biologie – Dr. Wagner) |
Volle Tanks – leere Teller |
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(Spanisch – Weiss) |
Und dann der Regen – Neokolonialismus in Bolivien |
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(Religionslehre ev./rk. - Zajischek/Dotterweich) |
„Gehet hin und tauft alle Völker“ - Mission zwischen Bevormundung und Hilfe |
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(Ethik – Ziegelmayr) |
Menschenrechte – eurozentrische Sicht oder universale Geltung ? |
Die Beiträge waren auf 45 bzw. 90 Minuten Länge konzipiert und wurden mehrmals am Vormittag angeboten. So konnten sich die Schüler(innen) individuell in die Teilnehmerlisten derjenigen Beiträge eintragen, die sie am meisten interessierten.
Johannes Ziegelmayr